Seit 20 Jahren
ist Peter Heppner als Frontmann einer der
erfolg- und einflussreichsten Bands der
jüngeren, deutschen Musik-Geschichte
bekannt. Mit dem Elektro-Pop- und
Dark-Wave-Act Wolfsheim hat der Hamburger
alles erreicht, was man nur erreichen kann:
bis heute im Radio präsente Hit-Singles
(u. a. „Kein Zurück“,
„Once In A Lifetime“, „Find
You’re Here“,
„Blind“), Edel-Metall für und
Top-Chart- Platzierungen der Alben
(„Casting Shadows“,
„Spectators“), Headliner-Auftritte
bei riesigen Festivals und ausverkaufte
Tourneen in Europa sowie den USA plus die
höchste Auszeichnung, die die deutsche
Musikindustrie zu vergeben hat – den
Echo. Und all das auf einem kleinen,
unabhängigen Label, ohne dabei jemals an
Indie-Kredibilität zu verlieren oder
kreative Zugeständnisse zu machen.
Doch auch
jenseits des Maßstäbe setzenden Duos
ist Peter Heppner Dauergast in den Hitparaden
sowie auf den Rotationen bzw. Playlisten von
TV-Musiksendern und Radiostationen. Seine
beeindruckende Serie von Kollaborationen mit den
unterschiedlichsten Kollegen begann im
großen Stil mit „Die Flut“ an
der Seite von Joachim Witt. Das
atmosphärische Duett leitete 1998 nicht nur
das Comeback des einstigen NDW-Helden ein,
sondern avancierte zu einem der meistverkauften
und meistgespielten
Lieder des Jahres.
Es folgten die
Hit-Singles „Dream Of You“ (2001,
mit einem Echo prämiert) und „Leben
... I Feel You“ (2004) mit dem
Ambient-Pop-Projekt Schiller, die zwei umjubelte
Tourneen nach sich zogen. „Wir sind
wir“ (2004) wiederum wurde mit Star-DJ
Paul Van Dyk eingespielt und im Folgejahr beim
offiziellen Festakt zum 15. Jahrestag der
Deutschen Einheit mit dem Filmorchester
Babelsberg vor Mitgliedern der Bundesregierung
und internationalen Staatsgästen
aufgeführt. Außerdem landete der
Sänger Chart-Erfolge in Zusammenarbeit mit
den Dark- Wavern Goethes Erben
(„Glasgarten“, 2001) sowie im Trio
mit seinen Kolleginnen Milù und Kim
Sanders („Aus Gold“, 2004).
Ende 2008
erschien Peter Heppners schlicht
„solo“ betiteltes Album. Der erste
musikalische Alleingang der vielleicht
markantesten Stimme Deutschlands.
„solo“
wurde in Deutschland und England produziert. In
Berlin, von dem unter Wolfsheim-Fans lang
bekannten José Álvarez-Brill
(Witt, De/Vision, Kosheen, Bernstein), und in
London von dem renommierten Schotten Peter- John
Vettese aufgenommen, der über die Jahre u.
a. für die Pet Shop Boys, Frankie Goes To
Hollywood, Dido, Clannad, Annie Lennox, Simple
Minds oder Melanie C. tätig war.
Speziell durch
die Arbeit in London erhielt die von Presse und
Anhängern schon immer viel beachtete
Textarbeit des Sängers noch einmal
zusätzlichen Auftrieb. Obwohl einige seiner
größten Erfolge in Deutsch verfasst
wurden, verwendet er seit Beginn seiner Karriere
hauptsächlich die englische Sprache. Ein
Umstand, der sich auf „solo“ nicht
veränderte und durch den Aufnahmeort
natürlich noch einen ganz besonderen
"Drive" erhielt:
„Dadurch,
dass wir in Großbritannien produzierten,
musste ich den ganzen Tag Englisch sprechen.
Nicht nur im alltäglichen Rahmen, sondern
eben auch über teilweise sehr komplexe
musikalische Zusammenhänge".
„Was mir im Vorfeld noch einige Bedenken
bereitete, stellte sich letztlich als wahrer
Glücksfall heraus, da ich quasi bis zum
Hals in der Sprache drin steckte. Ich bekam ein
ganz neues Gefühl für ihre Melodik.
Was mir sehr geholfen hat, Gefühle und
Gedanken noch treffender transportieren und in
Worte fassen zu können.“Dieses neue
Erfahrung manifestiert sich nicht nur lyrisch,
sondern gleichfalls in der musikalischen
Vielseitigkeit des Longplayers. Der
Gute-Laune-Single „Alleinesein“
stehen introvertierte Songs à la
„Easy“, melancholisch- breitwandige
Stücke vom Schlage „Suddenly“,
stilistisch Vielschichtiges wie
„Walter“ oder
unmissverständliches wie „I Hate
You“ gegenüber.
Live
präsentierte Peter Heppner sich erstmalig
zu Jahresbeginn, sowie als Co-Headliner des
diesjährigen M'era Luna Festivals.Die
äußerst positiven Resonanzen auf das
Programm, eine Art "Best of Heppner"
mit akuellen Titeln, Schiller-, Witt-,Alvarez-
und van Dyk Kooperationen sowie
ausgewählten Wolfsheimtiteln, gipfeln
nunmehr in der kurzfristigen Ansetzung einer
kleinen Clubtour Anfang 2010. Ein angemessener
Anlaß für Peter Heppner die Arbeit an
Neuem kurz ruhen zu lassen um zwischenzeitlich
mit Lothar Manteuffel (Keyboard), Dirk Riegner
(Keyboard), Carsten Klatte (Gitarre), Achim
Färber (Schlagzeug) auf der Bühne zu stehen.