Online-Tourismus: Praktiker diskutierten Erfolgsmodelle
Das Vorarlberger Kleinwalsertal war am 12. Mai bereits zum
siebten Mal Schauplatz für das Fachsymposium "eTourism
Foundation Dialog", diesmal zum Thema "Good Practices im
Online Tourismus".
70 interessierte Touristiker trafen sich im exklusiven Rahmen
des Ifen-Hotels, um sich mit namhaften Playern im Online-Tourismus
auszutauschen. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, mit
welchen Aktivitäten sich tatsächlich Geld verdienen
lässt. Denn eines war den Teilnehmern und Referenten klar: Welche
Online-Instrumente Agenturen und Berater bevorzugt vorschlagen, ist
das Eine - welche Tools aber einen messbaren "Return on
Investment" bringen, ist eine ganz andere Frage.
Findige Hoteliers sorgen online für Auslastung
Gleich zwei Träger des begehrten
"HolidayCheck"-Awards ließen sich beim Symposium ein
wenig in die eigenen Erfolgskarten blicken: Hans-Peter Schraffl vom
Südtiroler Berghotel Zirm und Wolfgang Burgschwaiger vom
Alpinresort & Spa Übergossene Alm im Salzburgerland
diskutierten gemachte Erfahrungen. Das Erfolgsrezept: Eine starke
Website, die über die verschiedensten Kanäle - online, aber
auch klassisch - vernetzt ist, gepaart mit positiven Hotelbewertungen
steht im Zentrum der Online-Strategien beider Hotels. Neben den
"Good Practices" wurde auch offen über Fehlschläge
berichtet. "Der Online Tourismus entwickelt sich so dynamisch, da
muss die Strategie auch 'Selbst ausprobieren und Erfahrung sammeln'
beinhalten", fasst Wolfgang Burgschwaiger seine Sicht zusammen.
sonnenklar.TV & Co. plauderten aus dem Nähkästchen
Als Vertreter des führenden TV-Reiseshopping-Senders
sonnenklar.TV gewährte Senior Sales Manager Max Rosner beim
Symposium Einblicke in das Konzept des Senders. 165 Millionen Euro
erwirtschaftet das Unternehmen pro Jahr mit einer
"Multi-Channel-Strategie". Damit werden die Urlaubsangebote
nicht nur per TV-Sender, sondern auch per Internet, Call-Center ,
Print und über Reisebüros verkauft. „Kunden wollen
sich vor der Urlaubsentscheidung umfassend und multimedial
informieren. Die Buchung hingegen erfolgt immer noch oft im
persönlichen Kontakt. Deshalb sind unsere Maßnahmen darauf
ausgerichtet, dass der Gast per Call-Center individuell beraten wird.“
Neben sonnenklar.TV freute sich Event-Organisator Alexander
Fritsch (Servus Tourismuspartner GmbH) über weitere
hochkarätigen Referenten: Dr. Michael Fux von der Hochschule
Wallis berichtete über den Einsatz von Social Media bei Schweizer
Destinationen. Christoph von Bülow, Vice President of Business
Development bei Travelzoo Europe, erlaubte einen Blick hinter die
Kulissen des weltweit größten Herausgebers von
Internet-Reiseangeboten. Und Thorsten Teschner von Hamburg Tourismus
zeigte mit beeindruckenden Beispielen, wie eine Destination Erfolg im
Online-Vertrieb hat.
„World Café“ ermöglichte intensiven
Austausch
Neben den Vorträgen von Experten wurde am Nachmittag ein
„World Café“ veranstaltet. In
Kaffeehaus-Atmosphäre hatten alle Teilnehmer am Symposium
Gelegenheit, sich in kleinen Gesprächsrunden mit den Vortragenden
und anderen Teilnehmern auszutauschen. "Ich kann neue Ideen und
Erfahrungswerte von anderen mit nach Hause nehmen. Das hilft uns bei
der weiteren Planung unserer Online-Strategie", schildert Heike
Ladurner-Strolz, Hotel Zimba im Montafon, ihre Erfahrungen.
Über eines waren sich die Tourismus-Experten im
Kleinwalsertal einig: Schlechte Beispiele und falsch investiertes Geld
gibt es im Online-Tourismus zur Genüge. Interessant wird es, wenn
positive Branchen-Erfahrungen für die eigene Strategie genutzt
und verkaufsorientiert adaptiert werden.
Referate zum Download (nur für
TeilnehmerInnen): www.etourismdialog.com/referate