Eine lange,
staubige Strasse führt an die Tore des Kinderzentrums
„Cornel Ngaleku“ in Leto, tansanischer Rombo District.
Auf einer braunen Wiese steht ein Pavillon, drum herum sammeln sich
einige Häuser. Außenrum nichts als trockene Steppe. Am
Horizont erhebt sich der Kilimandscharo. 41 Kinder, 8 Schwestern,
ein Lehrer und ein Arzt leben hier - nirgendwo in Afrika. Die
jüngsten Kinder sind wenige Wochen alt, die Ältesten sechs
Jahre. Manche von ihnen haben Eltern, die sich nicht um sie
kümmern können oder wollen. Viele sind Waisen, einige sind
HIV positiv. Der nächste Ort ist Stunden mit dem Bus entfernt.
Corinna Schmidt, Gründerin von Bahati e.V., hat einige Wochen
mit den Kindern zusammen gelebt:
„Ich wache jeden
Morgen um sechs Uhr auf. Kindergeschrei. Ich freu mich so sehr,
dass ich keine Zeit finde mich anzuziehen. Barfuss laufe ich
über den Schotter. Die Kinder drücken schon ihre Nasen
an die Scheibe als sie meine Schritte hören. Ich öffne
die Tür und sie stürmen auf mich zu.
„Bibi“, „Bibi“, (Dt. Oma) rufen sie. Die
Kinder klammern sich an meine Füße, zerren an meinem
Hosenbein und springen an mir hoch. Ihre Schlafanzüge sind
nass gepinkelt. Sobald ich den zweijährigen Godfrey auf dem
Arm nehme, darf ich ihn nicht mehr loslassen. Er versucht die
Beine um mich zu schlingen, und sich an mir festzukrallen. Tue
ich es doch, schreit er, weil er die Zuneigung so sehr braucht.
So begehe ich jeden Tag und so habe ich mein
Herz an diese Kinder verloren...“
Corinna Schmidt ist nach
Deutschland zurückgekehrt. Die Kinder hat sie nicht
vergessen. Deshalb ist Bahati e.V. geboren. Ein holländisches
Ehepaar hat das Zentrum zusammen mit dem Einheimischen Michael
Shirima 2006 aufgebaut. Corinna Schmidt hat sich von dem Projekt
selbst überzeugt und erlebt, wie sehr die Kinder auf Hilfe
angewiesen sind. Es lohnt sich zu unterstützen, was
angefangen wurde:
„Eines Tages, es war
mild, wollten wir alle zusammen spazieren gehen. Die Schwestern
und ich haben die Kinder an die Hand genommen. Wir wollten durch
die Tore gehen, hinaus in die Weite der Steppe. Ernesti, 4, fing
an zu schreien und zu weinen und rannte zurück ins Zentrum.
Drei Kinder folgten ihm. Ernesti ist sonst so ein Strahlemann
und plötzlich war er völlig verstört. Haben die
Kinder Angst, dass sie nicht zurückkehren können?
Angst vor der Welt da draußen?...“
Bahati will
dabei helfen, die Kinder fürs Leben zu rüsten. Bislang
müssen sie das Zentrum verlassen, sobald sie sechs Jahre alt
sind. Ihre Zukunft ist ungewiss. Bahati möchte helfen eine
Boarding School einzurichten, damit die Kinder weiter im Zentrum
leben und eine höhere Schule besuchen können. Acht
Schwestern sind nicht genug um sich jedem Kind ausreichend
zuzuwenden. Sie brauchen mehr Betreuung, das Zentrum braucht mehr
Personal.
Für
das leibliche Wohl der Kinder ist gesorgt. Jetzt gilt es ihnen ein
gutes Leben zu geben. Das Zentrum soll sich irgendwann selbst
tragen. Die Kinder sollen Praktisches lernen: sich selbst versorgen,
Gemüse anbauen und mit Tieren umgehen. Bahati sammelt Gelder,
damit ein Stall gebaut werden kann und Hühner sowie Ziegen
angeschafft werden können. Außerdem vermittelt Bahati
Patenschaften für einzelne Kinder, um ihnen eine Perspektive
für die Zukunft zu geben. Bahati e.V. kennt jedes einzelne Kind
persönlich. Der Verein weiß, was die Kleinen
brauchen. Im März 2009 wird Corinna im Namen von Bahati wieder
im Zentrum sein. Spenden Sie, damit Bahati helfen kann, wo Hilfe
gebraucht wird – out of love for children!
Ihre
Spenden werden zu 100 Prozent im CNCC Cornel Ngaleku Children Centre verwendet.
Selbstverständlich bekommen Sie
eine Spendenquittung.
Text von Eva Anna Achinger