Programm
08:45 - 09:00 Uhr
Begrüßung und Einführung ins Programm
Thomas Jannot, MittelstandsWiki, just 4 business GmbH
09:00 - 09:45 Uhr
Transformation in die Cloud
Michael Pauly, Deutsche Telekom
Auf Knopfdruck geht es nicht. Wer als ICT-Serviceprovider seine Infrastruktur und Angebote auf Cloud Computing trimmen will, steht vor großen Herausforderungen. Sie sind vergleichbar mit dem Wandel, den die Automobilindustrie in den 1990er Jahren bewältigt hat, als immer mehr Elektronik ins Fahrzeug kam und Zulieferer sich in kurzer Zeit neu aufstellen mussten. So müssen im Cloud Computing Rechenzentren industrialisiert betrieben sowie die unterschiedlichen Ressourcen zu einem einzigen logischen virtuellen Ressourcenpool kombiniert werden. Ansonsten lassen sich nicht die gewünschten Skaleneffekte erzielen. Eine hoch-modulare aufgebaute Produktionsplattform muss verschiedene Cloud-Varianten flexibel, effizient und kurzfristig ermöglichen. Es stellen sich auch ganz neue Anforderungen an die IT-Sicherheit. Dazu kommen veränderte Arbeitsweisen in den Unternehmen, die das Cloud Computing unterstützen soll. So nehmen die Zahl und die Heterogenität mobiler Endgeräte dramatisch zu – Stichwort: Bring your own device. Sie erschweren das Management der Devices und bringen zusätzliche Sicherheitsrisiken für die Infrastruktur. Schließlich erfordert Cloud Computing eine End-to-End-Betrachtung der IT-Prozesse, die neben den Rechenzentren, die Netzanbindung, die Endgeräte sowie die Nutzer eng einbinden muss.
09:45 - 10:30 Uhr
Energieeffizienz und Kosten im RZ-Betrieb
Marc Wilkens, Technische Universität Berlin
Der Vortrag stellt die ersten Ergebnisse des Cloud Labors (GGC-Lab) vor. Anhand des Best Practice Beispiels eines kommunalen RZ werden die Chancen und Risiken des Cloud Computing mit ihren Auswirkungen auf die RZ-Infrastruktur dargestellt. Die detaillierten Energie-Messungen vor und nach der Durchführung verschiedener Maßnahmen geben Einblick in die tatsächlichen Einsparpotenziale im Zusammenspiel von Server-Virtualsierung, Luftführung im Serverraum und Kälteerzeugung. Das Ergebnis zeigt die Wirtschaftlichkeit der Effizienzmaßnahmen anhand von Investitionskosten, Betriebskosten und Amortisationszeiten.
10:30 - 11:00 Uhr
Kaffeepause
11:00 - 11:45 Uhr
Biometrie im Rechenzentrum
Werner Störmer, PCS Systemtechnik
Das Rechenzentrum ist der sensibelste Teil eines Unternehmens und muss mit Zutrittskontrolle vor unbefugten Personen geschützt werden. Ein Zutrittssystem ist besonders effektiv, wenn zusätzlich zum RFID-Ausweis ein zweites Merkmal abgefragt wird, zum Beispiel mit Hilfe der Biometrie. Besonders sicher ist die Technologie der Handvenenerkennung. Anhand von drei praktischen Beispielen zeigt der Autor, wie Rechenzentrums-Betreiber eine sichere Zutrittskontroll-Infrastruktur mit Hilfe von Handvenenerkennung aufgebaut haben.
11:45 - 12:15 Uhr
IT-Infrastruktur und Energieeffizienz (Firmenvortrag Schroff GmbH)
Markus Gerber, Schroff GmbH
Leitlinien für das Management thermischer Anforderungen im RZ, Server- und Netzwerkinfrastrukturen; Möglichkeiten zur Energieeffizienzverbesserung im RZ und deren ROI; Luft Management – mehr als heiße Luft.
12:15 - 13:00 Uhr
State-of-the-art Netzwerkdesign und Technologien
Christoph Becker, D-Link GmbH
Dieser Vortrag beschreibt die komplexen Anforderungen an heterogene Netzwerk-Infrastrukturen, erläutert wie moderne Netzwerkdesigns aussehen und erklärt aktuelle Technologien. Wie mobile Clients eingebunden werden, wie die sichere Anbindung von Niederlassungen erfolgt, wie die sichere Infrastruktur in einem Homeoffice aussieht und wie und wo die ständig wachsenden Datenmengen im Unternehmen gespeichert werden, sind die wichtigsten Fragen, die beantwortet werden.
13:00 - 14:00 Uhr
Mittagspause
14:00 - 14:45 Uhr
Versorgungssicherheit und Desastertoleranz
Joachim Stephan, TÜV Trust IT GmbH
Dieser Vortrag vertieft wichtige Aspekte wie Energieeffizienz und Kühlung, Redundanzkonzepte sowie den Stellenwert eines Rechenzentrums im Kontext eines Business Continuity Managements. Berücksichtigung finden hier internationale Standards und Best Practises im Bereich von Rechenzentruminfrastrukturen. Als der Neutralität verpflichtete Institution werden hierbei keine herstellerspezifischen Aspekte hervorgehoben.
14:45 - 15:15 Uhr
Infrastructure Monitoring sinnvoll nutzen (Firmenvortrag LeuTek GmbH)
Albrecht Kögler, LeuTek GmbH
Infrastructure Monitoring ist nicht erst seit dem Bekanntwerden von Green IT ein zentrales Thema der LeuTek-Lösungen. Selektivität, Solidität, Minimierung des Pflegeaufwands und Hochverfügbarkeit stehen beim Aufbau eines zeitgemäßen Monitorings im Mittelpunkt. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 17% steigt der jährliche Energiebedarf in modernen Rechenzentren. Somit ist dort das Infrastructure Monitoring für die Ressourcen-Planung von großer Bedeutung. Darüber hinaus benötigen IT-Dienstleister eine belastbare Kostentransparenz für eine korrekte Leistungsabrechnung gegenüber ihren Leistungsnehmern.
15:15 - 15:45 Uhr
„Schnell, einfach und höchst effizient: Kühlung und Power im RZ gemäß den Best Practices des EU Code of Conduct on Data Centre Efficiency optimieren“ (Firmenvortrag Daxten)
Oliver Rohner, Daxten, Enterprise Sales Manager
Im ersten Teil seines Vortrags nimmt Herr Rohner alle RZ- und Facility-Profis mit auf eine energetische Optimierungstour durchs Rechenzentrum, die den Best Practice-Empfehlungen des EU Code of Conduct on Data Centre Efficiency folgt. Gezeigt wird, wie mit einfachsten und rein mechanischen Maßnahmen (Abdichtung, Verblendung, Versiegelung, Einhausung) die gesamte Kühlluftführung und -verteilung im Doppelboden, im Rack und in den Serverräumen um bis zu 60 Prozent effizienter gestaltet werden können.
Ein Anwendungsbericht, wie sich eine Kaltgangeinhausung und unterstützende Optimierung der Kühluftführung in einem mittelständischen Rechenzentrum in der Praxis bewährt haben, folgt im Mittelteil des Vortrags.
Im letzten Vortragsteil werden die Vorzüge einer physischen Stromverteilung per Schiene oder Kabel gegeneinander abgewogen, innovative Ansätze zur Stromversorgung auf Rack-Ebene vorgestellt und – last but not least – ein Werkzeug präsentiert, mit dem die gesamte Kühlungs- und Power-Infrastruktur abgebildet, überwacht, evaluiert und zunächst über eine Simulation sowie anschließend in der Praxis optimiert werden kann.
______________________________________________________________________________
15:45 - 16:15 Uhr
Kopplung von Rechenzentren mit xWDM-Technik
Herbert Wittemann, Microsens GmbH & Co. KG
Moderne Georedundanz-Konzepte erfordern eine leistungsfähige Vernetzungsinfrastruktur zwischen einzelnen RZ-Standorten, damit die geforderten Wiederherstellungszeiten überhaupt leistbar sind. Verfolgt man aktuelle Fragestellungen in der IT, wie etwa „Big Data“ - die Nutzbarkeitsmachung großer Datenmengen - wird schnell klar: Das exponentielle Datenwachstum der letzten Jahre wird zukünftig weitaus höhere Bandbreiten zwischen Rechenzentren erfordern. Unter dem Einfluss moderner Clustering-Technologien werden ebenfalls die Ansprüche an Latenzeiten und Reichweiten steigen. Aufgrund fallender Equipment-Preise und ständiger technischer Weiterentwicklung hat sich deshalb das optische Wellenlängenmultiplexing als zuverlässiger De-facto-Standard für die Kopplung von Rechenzentren durchsetzen können.
16:15 - 16:45 Uhr
Kaffeepause
16:45 - 17:15 Uhr
Neue Ansätze für Data Center Infrastruktur Management (DCIM) in Echtzeit (Firmenvortrag Emerson Network Power)
Wolfgang Goretzki, Emerson Network Power
- Kritische Rechenzentrumsinfrastrukturen stets sicher im Griff haben
- Korrelieren der Abhängigkeiten zwischen der IT- und der physischen Infrastruktur
- Optimierung der Rechenzentrumsressourcen durch Konsolidierung von Echtzeitdaten
- Effizienszsteigerung ohne Beeinträchtigung der IT-Verfügbarkeit
17:15 - 17:45 Uhr
Sichere Identifikation im RZ mit Smartphones
Philipp Spangenberg, baimos technologies gmbh
Schlüssel, Geldbeutel, Smartphone – diese drei Dinge tragen wir im Alltag bei uns. Das Smartphone bietet die Möglichkeit, Schlüssel und Geldbeutel elegant und mit vielen zusätzlichen Funktionalitäten zu ersetzen. Soll das Smartphone in hochsicheren Umgebungen wie dem Rechenzentrum Ersatz für Schlüssel und Zugangskarten sein, so sind vielfältige Herausforderungen zu meistern. Im Rechenzentrumsbereich gibt es hohe Anforderungen an Sicherheitsniveau, Systemkompatibilität und Zukunftssicherheit zu erfüllen. Wie kann die konsequente Umsetzung eines digital mit dem Smartphone gesicherten Zugangs zum Rechenzentrum aussehen, vor welchen Herausforderungen stehen die Hersteller und welche Vorteile können Rechenzentrumsbetreiber und Benutzer aus einem rein digitalen Zugangssystem ziehen?
17:45 - 18:15 Uhr
Ausfallsicherheit in der Cloud
Marco Hinz, Yunicon - Hatchery Group GmbH & Co. KG
Unternehmen haben immer höhere Anforderungen an eine komplexe IT-Infrastruktur. Um sich vor Ausfällen zu schützen, muss der Produktivbetrieb ausfallfrei arbeiten. Aber kann auch eine Cloud Infrastruktur hochverfügbar sein? Am Beispiel eines Infrastructure as a Service Anbieters wird in dem Vortrag die Bereitstellung einer hochverfügbaren Infrastruktur und die Maßnahmen zur Erreichung vorgestellt. Dabei wird zum einen auf die Rechenzentrumsinfrastrukur mit Blick auf Wegeleitung, Stromversorgung, Brandschutz- und Sicherheitsvorkehrungen uvm. eingegangen. Zum anderen wird näher auf die virtuelle Infrastruktur und die Auslegung redundanter Serversysteme eingegangen. Neben den technischen Maßnahmen sind jedoch auch organisatorische Maßnahmen von Nöten, um Hochverfügbarkeit zu gewährleisten. Die Betrachtung von Disaster- Recovery-Plänen, SLAs und vorbeugenden Vorkehrungen von Unternehmensseite sind deshalb ebenfalls Bestandteil des Vortrages.
18:15 - 19:00 Uhr
Get Together im Ausstellungsraum